Daniel Peters: Landesregierung lässt Beschäftigte im Stich – Vertrauen in Wirtschaftsstandort MV sinkt

26. Feb. 2026 | 2026, Wirtschaft

Zwei Entlassungswellen erschüttern Mecklenburg-Vorpommern binnen kurzer Zeit. Nach der Traditionsbäckerei Deuse trifft es nun mit Ikea in Rostock erneut einen großen Arbeitgeber. Hunderte Arbeitsplätze fallen weg, viele Familien blicken in eine ungewisse Zukunft. Während die Beschäftigten und ihre Interessenvertreter um Lösungen ringen, bleibt die Landesregierung auffallend still. Dazu erklärt der Vorsitzende der CDU Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters:

„Was wir derzeit in Mecklenburg-Vorpommern erleben, ist ein alarmierendes Signal für den Wirtschaftsstandort.
Erst verschwindet mit der Bäckerei Deuse ein regional verwurzelter Mittelständler, jetzt verlieren in Rostock fast 300 Menschen bei Ikea ihre Perspektive. Das sind keine Einzelfälle, sondern Symptome einer fehlgeleiteten Wirtschafts- und Standortpolitik. Wenn ein internationaler Konzern wie Ikea einen Standort schließt, dann muss sich eine Landesregierung fragen lassen, warum sie nicht frühzeitig gegengesteuert hat. Die Beschäftigten wurden überrumpelt, der Betriebsrat vor vollendete Tatsachen gestellt, und die Stadtspitze schaut zu. Gerade von einer Oberbürgermeisterin erwarte ich zudem, dass sie kämpft, vermittelt und alle Hebel in Bewegung setzt, statt hinterher scharfe Worte zu finden. Es reicht nicht, Empörung zu äußern, wenn Arbeitsplätze längst verloren sind. Klassenkampfparolen mögen die linke Seele wärmen, helfen aber den Beschäftigten nicht.

Steigende Kosten, fehlende Planungssicherheit und politische Untätigkeit beginnen sich jedenfalls in Mecklenburg-Vorpommern auszuwirken. Ich warne seit Jahren vor dieser Entwicklung – jetzt tritt sie für jedermann sichtbar ein, nur die Landesregierung schaut weg und propagiert weiterhin zweifelhafte Wachstumszahlen. Wer Nahversorgung im ländlichen Raum will, darf Traditionsbetriebe wie Deuse nicht einfach aufgeben. Wer moderne Industriearbeitsplätze sichern will, muss internationale Arbeitgeber aktiv im Land halten. Mecklenburg-Vorpommern braucht endlich eine Wirtschaftspolitik, die Arbeitsplätze schützt und Investitionen ermöglicht. Dazu gehören Ansprechpartner, die Unternehmen als Partner sehen und nicht als Gegner, dazu gehören schnelle Entscheidungen und echte Unterstützung statt bürokratische Auflagen.“