Medienberichten zufolge drohen Mecklenburg-Vorpommern durch die geplante Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2028 erhebliche Kürzungen bei den EU-Agrarförderungen. Rund 4000 landwirtschaftliche Unternehmen könnten bei den Direktzahlungen deutlich weniger erhalten. Der Vorsitzende der CDU MV, Daniel Peters, erklärt:
„Unsere Bauern produzieren Lebensmittel, sichern Arbeitsplätze und prägen den ländlichen Raum. Dafür verdienen sie Anerkennung, finanzielle Kürzungen lehne ich ab. Die Landesregierung darf nicht nur warnen, sondern muss gemeinsam mit der Bundesregierung an Lösungen arbeiten, damit unsere Bauern auch 2028 noch eine Zukunft haben. Wenn Landwirte in Deutschland finanziell weiter unter Druck gesetzt werden, dann verlagert sich die Produktion ins Ausland. Das ist auch sicherheitspolitisch fatal, angesichts zahlreicher Krisen ist Resilienz das Gebot der Stunde.“
Marco Gemballa, Mitglied in Daniel Peters’ Kompetenzteam ergänzt: „Deutschland ist einer der größten Nettozahler der EU und muss entsprechend selbstbewusst für seine Landwirte eintreten. Wir brauchen eine starke und verlässliche erste Säule der Agrarpolitik und dürfen die Direktzahlungen nicht gegen immer neue bürokratische Auflagen ausspielen. Landwirtschaft gehört zur wirtschaftlichen Stärke Mecklenburg-Vorpommerns und muss auch künftig wirtschaftlich tragfähig bleiben. Gerade angesichts steigender Kosten, schwieriger Weltmärkte und wachsender geopolitischer Risiken wäre es völlig falsch, die Betriebe jetzt zusätzlich unter Druck zu setzen. Hinzu kommt: Die geplanten Kürzungen bei der Gemeinsamen Agrarpolitik betreffen nicht nur Landwirte, sondern den gesamten ländlichen Raum. Weniger EU-Mittel könnten auch bei wichtigen Maßnahmen wie der Dorferneuerung, der Infrastruktur und der Stärkung der Daseinsvorsorge spürbar werden.“

