Im Rahmen seiner Sommertour hat der CDU-Landesvorsitzende Mecklenburg-Vorpommerns gestern die DRG-Pflegeeinrichtung „Bernsteinblick“ in Zingst besucht. Nach Gesprächen mit Bewohnern, Beschäftigten und der Geschäftsführung erklärte Peters:
„Ich bin beeindruckt von der Arbeit, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser Pflegewohnanlage leisten. Sie geben ihr Bestes, um das Leben der Bewohnerinnen und Bewohner so angenehm wie möglich zu gestalten. Dies ist nur ein Beispiel von vielen: Mecklenburg-Vorpommern ist ein Land, das auch älteren Menschen eine hohe Lebensqualität bietet.
Es ist für mich aber offensichtlich, dass die Politik weit mehr unterstützen sollte als bisher.
Das gilt zum einen für die finanzielle Belastung der Pflegebedürftigen. Schon mehrfach haben wir darauf hingewiesen, dass das Land seiner Verantwortung mit Blick auf die Eigenanteile in der stationären Pflege nicht ausreichend nachkommt. Rund 400 Euro Investitionskosten und etwa 150 Euro Ausbildungsumlage werden derzeit monatlich auf die Bewohner umgelegt. Das sind Kosten, bei denen das Land für Entlastung sorgen kann und sollte. Dass diese Belastungen stattdessen bei den Pflegebedürftigen landen, ist ein unhaltbarer Zustand.
Gleichzeitig sollten wir auch die Beschäftigten entlasten. Der Fachkräftemangel trifft die Pflegeberufe besonders stark. Pflegehelfer, die seit Jahren in ihrem Beruf arbeiten und über entsprechende Erfahrung verfügen, sollten ihre Fähigkeiten deshalb besser einsetzen können. Warum sollen sie nach einer entsprechenden Überprüfung beispielsweise nicht auch Spritzen verabreichen dürfen? Dafür brauchen wir keine neuen bürokratischen Hürden und aufwendigen Zusatzqualifikationen, sondern unkomplizierte Verfahren, mit denen vorhandene Fähigkeiten festgestellt und anerkannt werden können – beispielsweise durch den Medizinischen Dienst. Die Qualitätsstandards in der Pflege müssen dabei selbstverständlich gewahrt bleiben. So können wir Pflegefachkräfte von Aufgaben entlasten und ihnen mehr Zeit für das geben, was im Pflegealltag oft zu kurz kommt: persönliche Zuwendung, Herzlichkeit und menschliche Wärme.“

