Medien berichten, dass CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann eine deutliche Reduzierung der gesetzlichen Krankenkassen auf rund zehn Anbieter vorschlägt. Hintergrund ist die Kritik an hohen Kosten und ineffizienten Strukturen im deutschen Gesundheitssystem bei gleichzeitig weitgehend identischen Leistungen. Der Vorsitzende der CDU Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, erklärt:
„Carsten Linnemann spricht aus, was viele längst wissen: Unser Gesundheitssystem ist zu teuer und an vielen Stellen unnötig kompliziert organisiert. Es kann nicht sein, dass über 90 Krankenkassen nahezu identische Leistungen anbieten und gleichzeitig hohe Verwaltungskosten entstehen.
Weniger Kassen bedeuten mehr Effizienz und mehr Klarheit für die Versicherten. Wettbewerb ist wichtig, aber Wettbewerb entsteht nicht durch bloße Vielzahl, sondern durch klare Unterschiede und bessere Angebote. Wenn diese Unterschiede kaum vorhanden sind, braucht es auch keine Vielzahl von Strukturen.
Es geht hier nicht um die Interessen einzelner Kassen, sondern um die Interessen der Beitragszahler und der gesamten Volkswirtschaft. Jeder Euro, der in eine teure, ineffiziente Verwaltung fließt, fehlt am Ende bei der Versorgung der Menschen. Deshalb ist es richtig, die Strukturen konsequent zu hinterfragen und zu straffen.
Ziel muss ein schlankes, leistungsfähiges und bezahlbares Gesundheitssystem sein. Wer jetzt reflexartig Kritik übt verteidigt, ohne groß zu überlegen bestehende Strukturen. Die Zeit der Denkverbote ist vorbei. Wir brauchen den Mut zur Reform, nicht das bornierte Festhalten am Status quo. Linnemann setzt hier genau das richtige Signal.“

