Im Januar hat die CDU Mecklenburg-Vorpommern ein 9 Punkte Programm beschlossen, das den Kern des Wahlprogramms bildet, das im Juni in Linstow verabschiedet wird. Diese 9 Punkte skizzieren die inhaltlichen Schwerpunkte, auf die es im Rahmen einer Regierungsbildung ankommt. Zu den bildungspolitischen Plänen erklärt der Vorsitzende der CDU Mecklenburg-Vorpommern Daniel Peters:
„In der frühen Kindheit, in Kita und Grundschule werden die Weichen für den gesamten weiteren Lebensweg gelegt. Kinder müssen die deutsche Sprache beherrschen, damit sie mit guten Chancen in ihre Schullaufbahn starten. Deshalb brauchen diejenigen, die Sprachdefizite haben, eine frühzeitige und verpflichtende Förderung noch vor der Einschulung – „erst deutsche Sprache, dann erste Klasse“. Dafür werden wir verbindliche Sprachstandfeststellungen zwischen dem vierten und fünften Lebensjahr einführen.
Zudem sollen Schulen künftig ein Antragsrecht auf Zurückstellung erhalten, wenn Kinder vor der Einschulung noch nicht schulreif sind, verbunden mit gezielter Förderung in Kita oder Vorschule. Für Verlässlichkeit und bessere Bildungsergebnisse werden wir eine echte Grundschul-Garantie von 8 bis 14 Uhr schaffen und Unterrichtsausfall konsequent beenden. Damit jedes Kind am Ende der Grundschulzeit sicher lesen, schreiben und rechnen kann.
Wir setzen wieder auf klare Leistungsorientierung und hohe Unterrichtsqualität, weil Kinder Anspruch auf bestmögliche Chancen haben. Lehrerinnen und Lehrer wollen wir von Bürokratie entlasten, damit mehr Zeit für Unterricht und Förderung bleibt. Digitale Bildung muss sinnvoll eingesetzt werden. Wir befürworten moderne Technik da, wo sie einen pädagogischen Mehrwert bietet. Zugleich schützen wir Kinder vor digitalen Fehlentwicklungen und sorgen für klare Regeln beim Umgang mit Smartphones an Schulen. Wir stehen zum Erhalt der Gymnasien und der Förderschulen, weil unterschiedliche Bildungswege und individuelle Förderung notwendig sind.
Der Einheitslehrer, den Schwesigs Linkskoalition eingeführt hat, ist ein Irrweg, er ebnet den Weg zur Einheitsschule und zur Abschaffung des Gymnasiums.
Zudem sollen Eltern dauerhaft selbst entscheiden können, ob Kinder mit besonderem Förderbedarf an einer Förderschule unterrichtet werden oder beispielsweise an einer Regionalen Schule.
Die berufliche Bildung werden wir deutlich stärken und Ausbildung wieder attraktiver machen – der Gesellenbrief und der Meister sind für uns nicht weniger wert als eine akademische Ausbildung. Unser Ziel ist ein Bildungssystem, das Leistung belohnt, Talente fördert und niemanden zurücklässt.
Mecklenburg-Vorpommern braucht endlich wieder eine Bildungspolitik mit Anspruch statt der Verwaltung des Mangels.“

