Zu den heute veröffentlichten Ergebnissen der PISA-Studie 2025 erklärt der Vorsitzende der CDU Mecklenburg-Vorpommern und Spitzenkandidat, Daniel Peters:
„Das ist ein Bildungsnotstand mit Ansage. Deutschland erreicht bei PISA in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften die schlechtesten Ergebnisse seit Beginn der Erhebung. Wenn rund jeder dritte 15-Jährige nicht ausreichend lesen oder rechnen kann, dürfen wir nicht zur Tagesordnung übergehen. Wir müssen darüber reden, was unsere Kinder nach Ende ihrer Schulzeit tatsächlich können. Die Antwort darauf sind nicht immer neue Programme, Modellprojekte und wohlklingende Konzepte. Entscheidend ist, was im Klassenzimmer ankommt. Lesen, Schreiben, Rechnen, Textverständnis und naturwissenschaftliches Denken müssen wieder Vorrang haben. Unterricht muss stattfinden. Und Unterricht muss dazu führen, dass Kinder lernen.
Für Mecklenburg-Vorpommern heißt das konkret: Wir brauchen eine klare Leistungsorientierung und müssen Lernstände konsequent erfassen. Wer zurückfällt, muss frühzeitig gezielte Unterstützung bekommen. Das beginnt schon vor der Einschulung.
Deshalb wollen wir verpflichtende Sprachstandsfeststellungen zwischen dem vierten und fünften Lebensjahr und eine verbindliche Förderung bei festgestellten Defiziten, so wie es auch die Bundesregierung plant.
Guter Unterricht braucht außerdem gut ausgebildete Lehrer. Und Lehrer brauchen Zeit für ihre Schüler. Deshalb wollen wir die Lehramtsausbildung wieder stärker auf Fachlichkeit, Fachdidaktik und Schulpraxis ausrichten.
Der Einheitslehrer führt uns nur weiter in die falsche Richtung. Wir müssen nicht verallgemeinern, sondern wir müssen für jede Schulart die Kompetenzen stärken. Gleichzeitig müssen wir Lehrkräfte von Aufgaben entlasten, die nichts mit ihrem eigentlichen Beruf zu tun haben.
Digitale Technik und KI sollen dabei helfen, Verwaltungs- und Routineaufgaben zu reduzieren, denn Lehrerzeit gehört in erster Linie den Schülern.
Auch bei der Digitalisierung brauchen wir einen anderen Maßstab. Die Zahl verteilter Tablets sagt bei weitem nichts über Bildungsqualität aus. Entscheidend ist, ob die Kinder und Jugendlichen damit auch besser lernen.
Das sollte unser Maßstab sein: Nutzt die Technik dem Wissenserwerb oder lenkt sie nur ab? Deshalb haben für uns private Handys im Schulalltag auch nichts verloren und wir fordern landesweit verbindliche Regeln für ein Handyverbot an Schulen.
PISA zeigt uns aber auch auf, warum Bildungspolitik Wirtschaftspolitik ist.
Mecklenburg-Vorpommern braucht Facharbeiter, Meister, Techniker, Ingenieure, Ärzte und Unternehmer. Dafür brauchen junge Menschen die Fähigkeiten, mit denen sie Ausbildung, Studium und Beruf erfolgreich bewältigen können. Wer die Schule ohne ausreichende Grundkompetenzen verlässt, trägt dieses Defizit meist durch sein gesamtes weiteres Leben. Deshalb will ich nach der Landtagswahl einen Pakt für das Lernen auf den Weg bringen.
Schluss mit bildungspolitischen Experimenten und Debatten, die an den Problemen im Klassenzimmer vorbeigehen. Jede Maßnahme muss sich künftig an einer Frage messen lassen: Was können unsere Kinder dadurch besser?
Gute Bildung macht Menschen selbstständig und unser Land wirtschaftlich erfolgreich. Der PISA-Tiefpunkt muss deshalb der Ausgangspunkt für einen echten Neustart in der Bildungspolitik sein.“

